Review: „Vikings“ Staffel 4.2 (Spoiler)

Sterbende Könige, neue Gegenspieler, streitende Brüder.

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Nachdem uns „Vikings“ in Staffel 4.1 den finalen Showdown zwischen Ragnar und seinem verräterischen Bruder Rollo präsentiert hatte, endete Folge 10 nicht nur mit Ragnars Verschwinden, sondern auch mit einem großen Zeitsprung! Nach zehn Jahren Abwesenheit kehrt der Wikinger-Herrscher in der zweiten Hälfte der Staffel schließlich nach Kattegat zurück. Mit offenen Armen wird er nicht empfangen – mittlerweile weiß das ganze Dorf, das ihr König vertuscht hat, was mit den Siedlern in England passiert ist. Doch Ragnar hat große Pläne: Er will nach England, um Rache zu nehmen und fordert seine Söhne auf, ihn zu begleiten.

Doch die sind mittlerweile erwachsen und wollen ihre eigenen Wege gehen. Während Björn mit Hvitserk über das Mittelmeer segelt und Sigurd und Ubbe ihre Mutter beschützen, fährt Ragnar mit Ivar nach England. Die turbulente Reise endet tragisch: Von König Ecbert an König Aelle ausgeliefert, stirbt Ragnar qualvoll in einer Schlangengrube. Währenddessen fordert Lagertha die Herrschaft über Kattegat zurück und tötet Ragnars zweite Frau, Aslaug.

Die Söhne Ragnars beschließen letztlich, den Tod ihres Vaters zu rächen und versammeln dazu ein großes heidnisches Heer. Doch der Zwiespalt zwischen den Brüdern bringt alles ins Wanken, allein der Gedanke an Rache hält sie zusammen. In England angekommen, töten die Wikinger König Aelle und nehmen König Ecbert gefangen, der sich später selbst das Leben nimmt. Tragischerweise stirbt auch Flokis Ehefrau Helga. Verzweifelt überlässt der Schiffsbauer sein Schicksal den Göttern und geht davon – wohin, ist ungewiss. Schließlich eskaliert der brüderliche Konkurrenzkampf: Ivar tötet in einem Wutanfall seinen Bruder Sigurd mit einer Axt. Ragnars Söhne scheinen damit endgültig entzweit.

Der Zeitsprung hat „Vikings“ meiner Meinung nach ziemlich gut getan und ermöglichte völlig neue Handlungsstränge. Staffel 4.2 war damit ein dramatischer, aber größtenteils gelungener Generationswechsel: Ragnar, König Aelle und König Ecbert fielen ihm ebenso zum Opfer wie Flokis Frau Helga. Besonders Travis Fimmel brillante Darstellung Ragnars wird den Zuschauern fehlen – mal schauen, ob die Jungschauspieler (Alexander Ludwig, Marco Islø, Alex Høgh Andersen und Jordan Patrick Smith) der Aufgabe gerecht werden, die Serie erfolgreich weiterzuführen.

Einige Punkte haben mir dennoch nicht gefallen: Helga entführte im Laufe der Staffel ein muslimisches Mädchen, das ihre verstorbene Tochter ersetzen soll – das dies nicht gut endet, durften wir im Finale sehen. Die Storyline dazu wirkte etwas platt, eröffnete aber auch völlig neue Szenarien, was Flokis Zukunft angeht. Und warum wurde Rollos Zwiespalt zwischen der Wikingerkultur und dem christlichen Frankreich nicht stärker beleuchtet? Wenig nachvollziehbar war übrigens, dass Lagertha Aslaug plötzlich so sehr hasst, wo die Jahre zuvor doch alles friedlich zu sein schien. Ob einige Fans Recht damit haben, „Vikings“ ein Frauenproblem vorzuwerfen?

Ziemlich spannend ist der brüderliche Konkurrenzkampf, der in Staffel 5 sicherlich noch blutigere Ausmaße annehmen wird. Besonders Ivar neigt zu gewalttätigen Wutausbrüchen und schreckt nicht einmal davor zurück, seinen eigenen Bruder zu töten – dramatische Szenen scheinen also unvermeidlich. Und schließlich haben wir mit Jonathan Rhys-Meyers als Bischof Heahmund einen komplett neuen und hoffentlich brillanten Gegenspieler für Ivar gefunden.

Wie hat euch die 4. Staffel gefallen?

Autor: Ann Lin

26, editor, with a #marvelobsession and a big love for coffee.

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