Tom Hardy in der Historienserie „Taboo“: Hier tun sich finstere Abgründe auf …

Schwarze Magie, Kannibalismus und koloniale Verbrechen – „Taboo“ begeistert mit Tom Hardy in der Hauptrolle!

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London 1814: Nach Jahren in Afrika kehrt der totgeglaubte James Delaney nach Großbritannien zurück. Die Zeit auf dem Kontinent hat ihn verändert, ein gebrochener Mann ist er geworden – und schreckt nicht vor Gewalt oder gar Kannibalismus zurück. Zum Entsetzen seiner Halbschwester und deren Ehemann ist er der Alleinerbe seines soeben verstorbenen Vaters und kann damit ein Stück Land zwischen britischem Hoheitsgebiet und der USA sein Eigen nennen: Ein Fleckchen Erde zwischen zwei Nationen, die sich seit Jahren im Krieg befinden. So ist es keine Überraschung, dass die mächtige East India Company alles tut, um das Land in ihre Finger zu bekommen – aber auch das junge Amerika und seine Spione sind hinter dem Erbe her.

Die Rolle ist Tom Hardy auf den Leib geschrieben

Damit steht das Grundgerüst zu einer packenden Story über Gier, kolonialistische Verbrechen und Unmenschlichkeit. „Taboo“ thematisiert zudem Tabus, beispielsweise den Inzest zwischen Halbbruder und Halbschwester. In der Hauptrolle brilliert Tom Hardy als finster dreinblickender Afrika-Heimkehrer, der sich mit der britischen Krone anlegt und sogar die East India Company zu Fall zu bringen weiß.

Neben seinem hervorragenden männlichen Cast hat die Serie Platz für starke Frauenrollen: Oona Chaplin spielt die verführerische Schwester, Franka Potente eine resolute Bordell-Besitzerin und Jessie Buckley die Stiefmutter Delaneys, welche es ebenfalls auf das Erbe abgesehen hat. Es ist der tolle Cast, der die Serie prägt und den Zuschauer fesselt. Da sieht man dann auch leicht über Drehbuchschwächen hinweg. Besonders die letzten zwei bis drei Episoden legen so an Tempo zu, dass man als Zuschauer kaum die Fortsetzung erwarten kann, die noch folgen soll.

Bis zum Staffelfinale ist es aber manchmal ein steiniger Weg: Die Geschichte verläuft phasenweise nur schleppend und Tom Hardys Charakter leidet unter sehr verwirrenden Visionen – das habe ich mittlerweile ein paar Mal zu oft in TV-Serien gesehen. Und nicht nur die verbotene Liebe zwischen Geschwistern ist ungemütlich, auch James Delaneys verstörende Verhaltensweisen, die er aus Afrika mitgebracht hat.

Brutale Kolonialgeschichten

Sowieso wird Afrika in „Taboo“ als finsterer Kontinent dargestellt, der von Kannibalismus und schwarzer Magie beherrscht wird, die den Menschen verrohen lassen. Die Kolonialzeit ist wahrlich ein dunkles Kapitel in der Weltgeschichte und sollte nicht beschönigt werden – trotzdem ist es ein wenig schade, dass Afrika in der Serie vor allem den Stempel „finster, dreckig und verrückt“ aufgedrückt bekommt. Auf der anderen Seite macht das Format deutlich, wie sich die britische Krone und die East India Company mit kolonialer Gewalt, Verbrechen und Mord an der Macht halten.

 

Autor: Ann Lin

26, editor, with a #marvelobsession and a big love for coffee.

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