„Guardians Of The Galaxy Vol. 2“: Eine farbenfrohe Achterbahnfahrt (Spoiler)

„Guardians Of The Galaxy Vol. 2“ ist ein bunter Trip der Superlative – mit explosiven Momenten, verrückten Charakteren und Kult-Musik der 1970er-Jahre.

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Die Retter der Galaxis sind zurück – und das besser denn je! Ich habe mir den Blockbuster als Marvel-Filmfan natürlich nicht entgehen lassen und ihn im wunderschönen Savoy-Kino in Hamburg geschaut, das wohl die bequemsten Sessel in ganz Deutschland besitzt.

Auch in „Guardians Of The Galaxy Vol. 2“ erwartet uns eine bunt zusammengewürfelte Chaostruppe: Pilot und Musikliebhaber Peter Quill (aka Starlord), die grünhäutige Attentäterin Gamora, der Waffenliebhaber (und Waschbär) Rocket, das tanzende Baby-Bäumchen Groot und der schlechte Sprüche klopfende Muskelprotz Drax. Bei solch speziellen Charakteren ist es kein Wunder, dass sie sich gleich zu Beginn des Films mit einer mächtigen Spezies anlegen – doch in letzter Minute rettet ein göttliches Wesen die Truppe vor dem drohenden Untergang. Der mysteriöse Helfer ist Starlords verschollener Vater Ego, der über ziemlich mächtige Fähigkeiten verfügt. Doch die Freude des Wiedersehens scheint getrübt, denn Ego trägt ein dunkles Geheimnis mit sich. Bis die Guardians aber der Wahrheit auf die Spur kommen, ist es schon beinahe zu spät: Können sie die Galaxie trotzdem ein zweites Mal vor dem Untergang bewahren?

Farbenfroher Trip durch die Galaxie

Wie schon beim ersten Film führt James Gunn wieder Regie und ist auch für das Drehbuch zuständig. Neben großartigen Action-Szenen setzt er diesmal besonderes Augenmerk auf die Dialoge und Interaktion zwischen den Charakteren: Die unterhaltsamen Kabbeleien machen in „Guardians Of The Galaxy Vol. 2“ das Herzstück des Films aus und überzeugen mit viel Humor. Der Streifen ist wie ein psychedelischer Trip, farbenfroh und verrückt, an dessen Ende ein explosives Finale mit Herzschmerz-Garantie steht.

Besondere Aufmerksamkeit sollten Zuschauer dem Soundtrack des Films widmen: Wie schon in Teil 1 hat James Gunn die besten Songs der vergangenen Jahrzehnte hervorgeholt, die „Guardians Of The Galaxy Vol. 2“ zu einem Retro-Trip der Superlative werden lassen. Dazu kommen zahlreiche Kult-Momente: David Hasselhoff (der im Zuschauerraum für besonders heitere Momente sorgte) und Pac-Man sind da nur zwei prominente Beispiele.

Flache Handlung, aber unterhaltsam

Weniger Detailliebe hat man dagegen der Handlung gewidmet, die recht einfach konstruiert ist. An manchen Stellen geht sie zwischen den explosiven Szenen sogar ganz unter, doch zum Glück gibt es Platz für einige ernste Momente – denen man im dritten Teil ruhig mehr Aufmerksamkeit schenken könnte. Im Gegensatz dazu kann James Gunn dann zweitrangige Handlungsstränge (s. die über die Sovereigns, eine sehr arrogante Alienrasse) weglassen und sich aufs Wesentliche konzentrieren.

Bei Sequels bin ich normalerweise immer etwas skeptisch, weil diese selten die Magie von Teil 1 wieder einfangen können (s. beispielsweise „Iron Man“ im Vergleich zu „Iron Man 2“). Auch „Guardians Of The Galaxy Vol. 2“ hat seine Schwächen, trotzdem ist er eine gelungene Fortsetzung mit viel Witz und Charme geworden. Als Zuschauer war ich bestens unterhalten – und darum geht es bei einem gelungenen Actionfilm ja auch.

Autor: Ann Lin

26, editor, with a #marvelobsession and a big love for coffee.

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